Einfache Autoleveling / Autokalibrierung der Druckfläche für ein paar Euro!

Ende Mai hat Johann auf seinem Blog  ein simples Verfahren zur automatischen Kalibrierung des Druckbetts vorgestellt. Mit diesem Verfahren ist es möglich einen Druck zu starten ohne vorher die Z-Höhe zu überprüfen/kalibrieren! Außerdem nicht nur die Z-Höhe, auch eine Wölbung der Druckfläche (konkav/konvex) durch falsche Geometrieparameter wird dadurch ausgeglichen.  Zwar keine beliebig großen Fehler…aber das Kalibrieren entfällt damit fast – d.h. es muss theoretisch nur noch beim Aufbau gemacht werden.

Das Krasse an der Lösung ist, dass sie fast nichts kostet! Keine teuren CNC-Messtaster oder ähnliches. Alles was dazu benötigt wird ist ein Mikroschalter, ein gedrucktes Teil, zwei Federn und einem Imbus.  Und etwas Software- die der Johann auch schon bereitgestellt hat.  Mit diesen Teilen und etwas Frickelei kann man sich eine Autokalibrierung für einen Delta-Drucker (z.B. Kossel/Roststock) bauen.  (keine Ahnung ob das auch für ein Nicht-Delta-Drucker geht…)

Ich selbst habe mich die letzten drei Tage (Urlaub (-: ) damit beschäftigt und es bei unserem Roststock implementiert.

Servotaster

Servotaster

Zum Aus- und Einklappen benutze ich aber entgegen der Lösung vom Johann einen Miniservo vom Conrad.  Was bei den ersten Tests gut funktionierte. Einzigstes Problem ist, dass der Servo zittert und ich eventuell dadurch etwas falsche Messwerte bekomme….

Ich habe damals anhand des Videos nicht verstanden wie der Johann die Mechanik gemacht hat, deshalb habe ich mich für die Servo-Lösung entschieden. Inzwischen gibt es bei Flickr aber einige detailiertere Bilder der Ein- und Ausklappmechanik. So dürfte das auch einfach machbar sein. Ich baue eventuell noch eine zweite Variante….

Weitere Infos  (inkl Links zu den Google Groups/Firmware/usw )

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9 Antworten zu “Einfache Autoleveling / Autokalibrierung der Druckfläche für ein paar Euro!

  1. Hey, zum Zittern vom Servo, einer der einfachen Tests ist einen recht großen Kondensator (min. einige hundert µF) dicht bei dem Servo zu plazieren, manchmal verursachen Spannungseinbrüche durch den Servo das Zittern. Sowas lässt sich auch mit einem Oszilloskop überprüfen, wenn sowas in Reichweite ist. Normalerweise legt man parallel dazu noch einen 100nF Keramikkondensator um Störungen zu unterdrücken. Ansonsten klemmt man auch gerne einen 100Ohm Resistor in die Signalleitung zum Servo ein, auch möglichst dicht daran.

    Bastian

    • nathanbruec

      Danke für die Tipps. Ich werde es mal ausprobieren. Im www ist auch oft die Rede von mangelnder Spannungsstabilität. Oszi habe ich leider nicht.

      • Ja lange Kabel sorgen gerne für sowas bei Servos, und ein Kondensator mehr kann nicht schaden da der 5V Spannungsregler ja schon den Arduino, die Motortreiber, das LCD Shield und nun noch den Servo versorgen muss. Ansonsten ist machmal die interne Servoelektronik nicht so prikelnd, gerne mal bei den super günstigen ist das interne Poti schwammig.

      • nathanbruec

        Ich habe jetzt den großen Kondensator mit 1000mikroF und einen Widerstand mit 100Ohm reingehängt. Leider ist das Ergebnis aus 10 Vergleichsmessungen schlechter. Ich habe mehr Ausreißer wie ohne Kondensator Ich probiere jetzt noch einen größeren… habe noch einen 3300er. Wie wichtig ist der 100nF? Muss das ein Keramik sein? Ich nehme an, dass der schnell sein sollte….

    • kinguin1

      erstes Google Ergebnis hat das ausgespuckt…. (http://www.mikrocontroller.net/topic/212892)
      der einzigste der nen konkretes Ergebnis hatte war der „Der Feierabendflieger“ siehe letztes Kommentar, wär nen versuch wert 🙂
      .

      • nathanbruec

        ist halt ein Mikroservo, d.h. ich habe keine Lust den Servo auseinanderzubauen. Ich glaube kaum, dass ich an den Minipoti ran komme. Ich werde in die Signalleitung einen Widerstand einbauen, einen Kondensator zur Spannungsstabilisierung und einen zum Filtern von Störungen. – Tipp vom Bastian – siehe oben.
        Gestern habe ich mit der aktuellen Konfig 10 Messungen gemacht und die werde ich dann nochmal machen und vergleichen.

  2. Der kleine Kondensator dient nur als Abblockkondensator gegen höherfrequente Störungen, Keramik ist da oft von Vorteil aber super wichtig ist der erstmal nicht. Hast du einmal Mesungen mit Kondesator aber ohne 100Ohm Widerstand gemacht? Ansonten kann es wie schon oben erwähnt das Poti sein, das ist aber frickelig oder die Ansteuerfrequenz die den Servo erzittern lässt, weis aber nicht wie sehr man da an der Software rumschrauben kann.

    • nathanbruec

      Die Messungen habe ich mit einem Widerstand gemacht. Ich baue gerade eine Version ohne Servo. Weiter in der Software rumwerkeln will ich nicht. Ich probiere aber mal eine Endlage aus, die nicht soweit am Ende des Verstellbereichs ist- vielleicht hilft das noch was.

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